Fersensporn Symptome

Die wesentlichsten Symptome eines Fersensporns und einer Sehnenplattenentzündung sind vor allem Schmerzen und Steife an der Ferse durch langes Stehen und Laufen. Vor allem morgens beim Aufstehen ist der Schmerz besonders schlimm, wird aber oft nach den ersten Schritten weniger. Langes Stehen und Laufen kann sehr problematisch werden; in manchen Fällen können Menschen dadurch ihre Tätigkeit oder ihre Sportart nicht mehr ausüben.

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Dies sind die am meisten vorkommenden Fersensporn-Symptome:

  • Schmerzen unten an der Ferse: Vor allem morgens und nach längerem Stillsitzen ist der Fersenschmerz eines der am meisten genannten Symptome. Der Schmerz bessert sich häufig, wenn man eine Zeitlang läuft, und beim Aufwärmen. Die Nerven und Blutgefäße sind bei Stillstand in einem Ruhezustand und geraten beim Aufstehen in Stress. Nachdem man ein Stück gelaufen ist, gewöhnen sich die Nerven wieder daran und verringert sich der Fersenschmerz etwas. Bei einer ernsten Form des Fersensporns hält man dies jedoch nicht lange aus.
  • Nach dem Stillsitzen: Schmerzen an der Fußsohle: Schmerzen beim Laufen, häufig am Beginn. Nach kurzem Aufwärmen verringern sich die Fußschmerzen oft etwas.
  • Probleme mit langem Stillstehen: Vor allem bei Menschen, die eine stehende Tätigkeit ausüben, ist dies nur schwer zu vermeiden und kann zu sehr schmerzhaften Füßen führen. Schließlich heißt eine englische Formulierung des Fersensporns nicht von ungefähr „Policeman's heel" ...
  • Die Sehnenplatte an der Fußsohle fühlt sich manchmal deutlich steif oder straff an. Dies ist wiederum eine Stressreaktion. Auch die Achillessehne ist manchmal steif und etwas schmerzhaft.
  • Fersenschmerzen beim Autofahren sind ebenfalls ein typisches Fersensporn-Symptom und werden durch die unnatürliche Haltung des Fußes verursacht (ein Geschwindigkeitsregler hilft!).
  • Oft lässt sich der Fersenschmerz nicht richtig lokalisieren, die ganze Unterseite der Ferse fühlt sich wund an. Es ist auch möglich, dass die Schmerzen an manchen Tagen weniger stark oder stärker als sonst sind oder über die ganze Ferse hin ausstrahlen.

Fersensporn auf Röntgenfoto und Ultraschall

Ein Fersensporn lässt sich auf Röntgenfotos manchmal (aber bei weitem nicht immer) an einer Art Punkt unter der Ferse erkennen – siehe Kreis im Foto unten. Dies kann auf die Bildung von Kalkstückchen in der Sehnenplatte hindeuten. Der Punkt befindet sich dort, wo die Sehnenplatte mit der Ferse verbunden ist. Bedenken Sie dabei aber, dass sich nicht wirklich eine Art Dorn an der Ferse befindet. Die Sehnenplatte ist am Fersenansatz ein ziemlich breites Band. Wenn sich über dieses breite Band verbreitet einige lose Kalkstückchen befinden, sieht es auf einem seitlichen Foto aus, als ob sich diese auf einen einzigen scharfen Dorn konzentrieren, was aber nicht so ist, da die Perspektive die Aufnahme verzeichnet.

Nicht jeder Fersenspornpatient hat jedoch einen solchem Dorn und andererseits haben viele Menschen, die diesen Dorn haben, keinerlei Beschwerden. Das Vorhandensein eines Dorns sagt also nicht alles.

: Fersensporn auf einem Röntgenfoto

Außer mit einer Röntgenaufnahme wird manchmal auch eine Diagnose mit Radiografie, Ultraschall oder MRI gestellt. Mit diesen Technologien kann man eventuell noch detaillierter sehen, was genau das Problem ist. Es kann z. B. auch die Knochenstruktur oder der Zustand der Sehne festgestellt werden. Eine deutliche Indikation ist nämlich eine verdickte Sehnenplatte, dies deutet auf eine Entzündung hin.

Risikogruppen

Bei bestimmten Menschen ist das Risiko höher als bei anderen, auch wenn im Prinzip jeder Beschwerden bekommen kann. Dies sind die Risikogruppen:

  • Ältere Menschen: Die meisten Menschen, die Probleme mit einem Fersensporn haben, sind zwischen 40 und 60 Jahren alt. Älterwerden spielt also wahrscheinlich eine Rolle.
  • Frauen: Frauen haben im Verhältnis viel öfter einen Fersensporn als Männer. Dies gilt übrigens auch für andere Fußbeschwerden; auch eine viel vorkommende Verletzung wie Hallux valgus zeigt sich viel öfter bei Frauen.
  • Sportler: Diese Gruppe belastet den Fuß weit mehr als andere Menschen, wodurch das Verletzungsrisiko höher ist.
  • Stehende Tätigkeit: Menschen, die eine stehende Tätigkeit ausüben, wie Krankenschwestern, Ladeninhaber, Polizeibeamte u. Ä. haben ein höheres Risiko.
  • Kinder: bei Kindern handelt es sich in den meisten Fällen um Morbus-Sever, eine Erkrankung, die zum Glück meist von selbst vorübergeht.

Abschließend: versuchen Sie, möglichst bald auf diese Symptome zu achten und sich in Ihrem Verhalten danach zu richten. Je länger Sie einen Fersensporn haben, desto schwieriger ist es, ihn wieder loszuwerden!

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