Nagelpilz und Kalknägel

kalknagelNagelpilz wird umgangssprachlich manchmal auch Kalknagel genannt (Nagelmykose oder Onychomykose). Es handelt sich um eine Pilzinfektion, meist mit einem Dermatophyten der Gattung Trichophyton oder aber auch mit einem Hefepilz, z.B. der Candida-Spezies oder mit Schimmelpilzen. Oft entsteht die Erkrankung durch Übertragung eines Hautpilzes, z.B. einem Fußpilz, auf die Zehennägel.

Fußpilze werden manchmal von denselben Pilzsorten ausgelöst wie Nagelpilze, aber es gibt auch Pilze die nur zu Fußpilz führen können. Eine Fußpilzinfektion ist umgangssprachlich auch als „Schwimmerekzem" bekannt.

Meist ist eine Pilzinfektion recht harmlos, sollte jedoch nicht nur aus kosmetischen Gründen, sondern auch aus Vorsorge gegen eine weitere Verbreitung und schlimmere Folgeerkrankungen behandelt werden.

Ursachen

Manche Menschen sind anfälliger für Pilzerkrankungen als andere; wahrscheinlich hat das mit kleinen Unterschieden im Säuregrad, der Widerstandsfähigkeit oder anderen Eigenschaften der Haut zu tun.

Man kann einen Befall nicht vollständig ausschließen, aber mit ein paar einfachen Maßnahmen kann man vielleicht eine Infektion vermeiden oder sogar heilen. Man denke zum Beispiel an:

  • Vorbeugende Anwendung von Antipilzmitteln (Antimykotika)
  • Vermeiden barfuß in feuchten Räumen zu laufen
  • Nach Waschen und Duschen Füße immer gut trocknen
  • Atmungsaktive Schuhe tragen, sodass die Füße gut gelüftet werden

Symptome

Nagelpilz oder Kalknägel erkennt man wie folgt:

  • Weiße oder gelbliche Verfärbungen am Nagelrand, manchmal mit einer Art Streifenmuster
  • Zerbröckelung oder Brüchigkeit des Nagels
  • In schweren Fällen wird der Zehennagel auf Grund von Hornhautbildung unter dem Nagel nach oben gedrückt
  • In anderen schweren Fällen löst sich der Nagel vom Nagelbett

Ein Fußpilz zeichnet sich durch rote und schuppige Flecken auf dem Fuß aus und kann Juckreiz auslösen.

Behandlung

Nagelpilz und Kalknägel kann man manchmal mit einer äußeren Anwendung von Mitteln wie zum Beispiel Nailner bekämpfen. Da diese nur schwer in den Nagel eindringen, muss so eine Behandlung meist monatelang vorgenommen werden.

Orale Anwendung von Antipilzmitteln kann effektiv sein, kann aber Nebenwirkungen hervorrufen. Darum sollten Sie immer Ihren Hausarzt oder einen Dermatologen hinzuziehen. Auch solche Medikamente müssen monatelang eingenommen werden, da es lange dauert bis sie vom Nagel aufgenommen wurden. Sie müssen quasi in den Nagel hineinwachsen. Das Medikament muss also genauso lange eingenommen werden wie es dauert, bis ein Nagel vollständig ausgewachsen ist.

Fußpilz ist oft besser und schneller zu behandeln. Viele rezeptfreie Heilmittel wirken ziemlich gut und ein Hausarzt oder Dermatologe kann Medikamente vorschreiben, die oft schon nach 2-4 Wochen gute Resultate erzielen.