Hühnerauge

HuhneraugeFür Hühnerauge werden auch die Bezeichnungen Krähenauge, Elsternauge, Leichdorn oder Clavus benutzt. Es handelt sich um eine viel vorkommende Fußerkrankung, die das Laufen sehr beschwerlich machen kann.

Als Hühnerauge wird eine Hornhautbildung auf oder unter dem Fuß bezeichnet, die zentral einen in die Tiefe gerichteten Sporn bildet, der meist fahl gelb sichtbar wird. Dieser harte Hornhautsporn sticht förmlich in das umliegende Gewebe. Die Ursache liegt meist bei dauerhaftem Druck auf knochennahe Haut als Folge verkehrter oder zu enger Schuhe, die zu erhöhtem Reibungswiderstand führen.

Es gibt verschiedene Sorten Hühneraugen. Das gewöhnliche Hühnerauge kommt am meisten vor und befindet sich auf der Fußsohle oder oben auf den Zehen. Daneben gibt es noch das weiche Hühnerauge, das zwischen verformten oder zu dicht stehenden Zehen auftritt und durch den konstanten Druck an dieser Stelle sehr schmerzhaft sein kann, obwohl es einen weichen flachen Kern hat. Mediziner unterscheiden noch eine ganze Reihe besonderer Arten, wie z.B. das vaskuläre, neuro-vaskuläre oder andere spezielle Formen von Hühneraugen.

Ursachen von Hühneraugen

Hühneraugen entstehen in den meisten Fällen, wenn Haut, die über Knochen gespannt ist, ständig hoher Reibung und Druck ausgesetzt ist. Beinahe immer liegt die Ursache bei schlechtem oder zu engem Schuhwerk. Das Tragen guter, passender Schuhe ist darum die beste Vorsorge gegen Hühneraugen. Sobald Sie Irritationen auf Grund von Druck- oder Reibungsstellen empfinden, sollten Sie also die Schuhe wechseln. Es ist kein Zufall, dass gerade Frauen, die öfter enge Schuhe tragen, mehr Probleme mit Hühneraugen haben als Männer.

Eine Fußfehlstellung kann ebenfalls Hühneraugen zur Folge haben, da sie nämlich oft Druck oder Reibung an Stellen verursacht, wo das in Schuhen normalerweise weniger vorkommt.

Schließlich ist auch Übergewicht ein viel vorkommender Grund für Hühneraugen.

Symptome

Hühneraugen sind schmerzhafte Hornhautverdickungen, die meistens nur einige Millimeter groß sind und vor allem oben auf den Zehen entstehen (manchmal auch zwischen den Zehen und unter der Fußsohle). Das Hühnerauge befindet sich beinahe immer auch in der Nähe eines Knochens, also nicht in den fleischigeren Fußteilen. Gerade darum ist der Hornhautsporn an diesen Stellen so schmerzhaft.

Meistens handelt es sich um kreisförmige Verhornungen, die oft eine gelbliche Farbe zeigen. Der Sporn im Zentrum sticht etwas tiefer in die Haut und kann besonders hart sein, was für den Schmerz verantwortlich ist.

Behandlung

Die beste Behandlung ist die Vorbeugung: Sorgen Sie also für gute Schuhe, die nicht drücken. Achten Sie vor allem auf Hornhautbildung an belasteten Stellen, da Sie der Vorbote von Hühneraugen sein kann. Wechseln Sie Ihre Schuhe also nicht erst, wenn das Hühnerauge schon voll gebildet ist.

Leichte Formen kann man selbst behandeln. Dafür gibt es z.B. Hühneraugenpflaster. Diese besitzen Salizylsäure enthaltende Bestandteile, die die Hühneraugen weich machen und so entfernt werden können. Das sollten Sie aber nicht selbst machen. Am besten lassen Sie das von einer guten Pediküre oder einem Podotherapeuten ausführen. Sie besitzen für die Entfernung von Hühneraugen spezielle Messer.

Im Allgemeinen gilt, dass eine gute Fußpflege Schlimmeres verhindert oder sogar Heilung einleitet. Dazu gehört auch das regelmäßige Waschen und gut Trocknen. Auch Fußbäder sind sehr zu empfehlen.

Wenn die Hühneraugen durch eine Fußfehlstellung bedingt sind, kann es nötig sein, dass Sie sich von einem Podotherapeuten oder Orthopäden Einlegesohlen anmessen lassen. Auf diese Weise wird die Druckverteilung in den Schuhen korrigiert und werden die problematischen Druckstellen entlastet.

Wenn alles nichts hilft, können Sie sich zwecks Entfernung der Hühneraugen am besten von einem orthopädischen Chirurgen beraten lassen.