Hallux Rigidus

hallux rigidus

Bei Hallux rigidus (zu Beginn der Erkrankung manchmal auch Hallux limitus genannt) kommt es zu einer Gelenkversteifung des großen Zehs auf Grund von Abnutzungserscheinungen im Grundgelenk (Arthrose). Der große Zeh ist dann nicht mehr gut nach oben und unten beweglich und steht nur geradeaus, sodass die Abrollbewegung erschwert oder unmöglich wird. Manchmal treten die Beschwerden nur morgens oder nach längeren Ruhephasen auf. Bei Hallux rigidus wird das Laufen stark beeinträchtigt und es kann sehr schmerzhaft sein. Manchmal wird der große Zeh dick und schwillt stark an, da er sich nicht natürlich im Schuh bewegen kann.

Die Erkrankung tritt manchmal auf, ohne dass es größere Beschwerden gibt, sodass Behandlung dann eigentlich überflüssig ist. Wenn es aber zu großen Schmerzen oder anderen Beschwerden kommt, wird sich eine Behandlung kaum vermeiden lassen. Vor allem ältere Menschen werden von Halux rigidus getroffen, aber es kommt auch jungen vor.

Ursachen

Die häufigsten Ursachen einer Versteifung des großen Zehs sind:

Abnutzung der Gelenkknorpel (sichtbar auf Röntgenbildern) oder Zehenbruch. Bei bestimmten Sportarten gibt es ein erhöhtes Risiko auf Hallux rigidus, zum Beispiel Fußball (auf Grund des Tretens gegen den Ball) oder Sportarten, bei denen viel gesprungen wird (Volleyball, Turnen).

Bestimmte Fußfehlstellungen begünstigen das Auftreten von Hallux rigidus. Das gilt hauptsächlich für Hallux valgus und manchmal auch für Plattfüße oder Hohlfüße.

Gelenkentzündungen (Gicht, Rheuma). Diese Erkrankungen können Knochenwucherungen am befallenen Gelenk verursachen.

Symptome

Symptome sind:

  • Eingeschränkte Beweglichkeit des großen Zehs
  • Schmerzen beim Laufen und Bewegen, hauptsächlich an der Oberseite des Zehs
  • Bisweilen das Auftreten einer Schwellung am großen Zeh
  • Das Gefühl, dass die Schuhe nicht mehr richtig passen
  • Verknöcherungen der Gelenkknorpel im großen Zeh


Behandlung

Behandlung von Hallux rigidus ist nicht immer erforderlich. Einige Menschen haben die Erkrankung ohne dass sie Behinderungen erfahren. Wer Beschwerden hat, hat die folgenden Behandlungen zur Auswahl:

  • Spezielle Hallux rigidus Einlegesohlen, die mit einer extra verstärkten Sohle ausgelegt sind, sodass der große Zeh nicht abrollen muss.
  • Podotherapie: Wenn der Hallux rigidus aus einer Fußfehlstellung resultiert, dann ist wahrscheinlich eine Korrektur der Fehlstellung mittels maßgerechter Einlegesohlen erforderlich.
  • Das Tragen solider, fester Schuhe mit verstärkter Sohle kann helfen, die Abrollbewegung zu verringern.
  • Verlängerte Ruhephasen können das Auftreten von Schmerzen mindern und die Erkrankung positiv beeinflussen.
  • Artrodese: das operative Arretieren der Gelenke im großen Zeh in der richtigen Position, sodass ausgeschlossen wird, dass die Gelenkknorpel sich aneinander reiben können und damit der Zeh wieder schmerzfrei wird.

Cheilektomie: der wuchernde Knorpel in den Gelenken wird operativ entfernt. Dies hat in der Regel Einfluss auf die Belastbarkeit des großen Zehs und wird darum bei jüngeren Menschen weniger angewandt.