Strassburg Sock / Nachtschiene

 strassburg sock nachtschiene

Die Strassburg Sock , auch Fersensporn-Socke genannt, ist ein relativ kostengünstiges Mittel bei der Bekämpfung von Fersensporn, das bei vielen Menschen zum Erfolg führt. Es ist ein langer Strumpf mit einem langen Klettband von den Zehen bis zum Knie, der in der Nacht getragen wird und den Fuß in eine Haltung zwingt, wodurch die Wade, die Achillessehne und die Plantarsehne gedehnt wird. Die erzeugte Dehnung der Plantarsehne verhindert, dass sie sich verkürzt und dass es zu einer Verklebung des faszialen Bindegewebes kommt. Auch wirkt es der Verkalkung entgegen, die verstärkt auftritt, wenn der Fuß dauerhaft entspannt ist. Ein positiver Nebeneffekt ist die Dehnung der Wadenmuskulatur.

Auch viele unabhängige Physiotherapeuten (siehe diverse Webseiten) urteilen positiv über die Behandlung von Fersensporn mit der Strassburg Sock.

Wie lange sollte die Strassburg Sock getragen werden?

Um eine gute Wirkung bei Fersensporn oder Fasciitis plantaris zu erzielen, sollte die Sock nachts auf jeden Fall 2 bis 3 Monate lang ununterbrochen, jeden Tag benutzt werden. Dabei sollte die Socke am besten die ganze Nacht anbehalten werden, auch wenn einige Menschen das sehr schwierig finden. Wenn es wirklich nicht anders geht, sollte man versuchen, es so lange wie möglich auszuhalten, am liebsten mindestens 6 Stunden. Auch dann kann schon eine deutliche Linderung der Fersenspornsymptome wahrgenommen werden.

Auch kann die Strassburger Socke sinnvoll mit anderen Behandlungen kombiniert werden, so wie z.B. Entlastung durch Ruhephasen, gute Schuhe, Dehnübungen, Einlegesohlen oder Fersenkissen (z.B. ViscoSpot).

Auch bei Achillessehnenentzündung kann die Strassburger Socke Heilung bringen. Als Behandlungsdauer reichen oft schon sechs Wochen.

Anleitung zum Tragen der Strassburg Sock:

Strassburg Sock, Anleitung, Schritt 1

Schritt 1: Lösen Sie alle Klammern und ziehen Sie die Strassburger Socke vollständig über die Wade. Achten Sie darauf, dass der D-förmige Ring vorn sitzt, genau unter dem Knie.

Strassburg Sock, Anleitung, Schritt 2

Schritt 2: Führen Sie das Halteband hinter dem Knie lang und befestigen Sie den Klettverschluss straff, aber ohne dass es kneift. Das Halteband soll dafür sorgen, dass die Socke in der Nacht nicht abrutscht.

Strassburg Sock, Anleitung, Schritt 3

Schritt 3: Stellen Sie den Fuß flach auf den Boden, den Knöchel etwas nach oben, sodass sich ein Winkel von 90 Grad ergibt. Ziehen Sie jetzt das Band an den Zehen durch den Ring unterm Knie, und zwar von unten nach oben.

Strassburg Sock, Anleitung, Schritt 4

Schritt 4: Heben Sie ihre Zehen 1 bis 2 cm vom Boden und befestigen Sie das gestraffte Klettband in dieser Position, aber ohne dass die Zehen überdehnt werden. Das kann zu Beschwerden führen und würde die Wirkung übrigens nicht verbessern. Nach Anbringen bitte nicht mehr mit der Socke herumlaufen.

Nachtschiene

Eine Nachtschiene ist ein orthopädisches Hilfsmittel aus Plastik, das den Fuß in der Nacht in einer angewinkelten Position hält. Die Schiene hat auf den Fersensporn einen ähnlichen Effekt wie die Strassburger Socke. Es gibt allerdings auch Unterschiede:

Die Strassburger Socke

strassburg sockDie Strassburger Socke lässt es noch zu, den Fuß zu bewegen und sie fixiert die Ferse nicht. Das Anlegen der Socke ist außerdem recht unkompliziert und im Übrigen ist es ein relativ kostengünstiges Hilfsmittel.

Ein möglicher Nachteil ist die begrenzte Lebensdauer, da die Haltebänder mit der Zeit Abnutzungserscheinungen zeigen. (Für eine Behandlung reicht es aber meistens.)

Die Nachtschiene

nachtschieneDie Nachtschiene ist eine Konstruktion aus Hartplastik und Bändern und ist etwas weniger gängig in der Anwendung und auch etwas teurer. Da die ganze Konstruktion etwas gröber ist, erfahren Patienten das nächtliche Tragen manchmal als hinderlich und wenig komfortabel. Oft wird die Nachtschiene auf Grund ärztlicher Empfehlung vorgeschrieben. Sowohl Fuß, als Fußgelenk werden mit der Nachtschiene etwas stärker fixiert.

Vorsicht: in einigen Fällen wird von einer Anwendung abgeraten; es betrifft Schwangerschaft, Hautirritationen, einige Formen von Zuckerkrankheit, Kreislaufstörungen und Wunden. Im Zweifelsfalle sollte man immer direkt einen Hausarzt zu Rate ziehen.