Schuheinlagen für Fersensporn

Einlegesohlen

Neben Überbelastung sind Fußfehlstellungen eine häufige Ursache von Fersensporn. Schuheinlagen, die die Fehlstellung korrigieren, können hier Abhilfe schaffen. Viele Schuhe besitzen nämlich ein unzureichendes Fußbett und zu wenig Polsterung. Ein Austausch der Standardinnensohle durch eine gute Einlegesohle kann schon für eine enorme Verbesserung des Fußbettes sorgen. Die Einlegesohlen bieten oft auch extra Polsterung, sodass die Druckausübung auf die Ferse verringert wird.

Einlegesohlen aus Massenanfertigung

Es gibt viele Sorten Einlegesohlen. Im Handel sind sie in verschiedenen Standardgrößen erhältlich (zum beispiel FootActive ). Die Preise schwanken dabei sehr, von ein paar Euros bis zu teureren Sorten. Alle Einlegesohlen haben ein gutes Fußbett zum Ziel inklusive allgemeiner Polsterung oder speziell für die Ferse. Man muss nicht viel investieren und sie können bei leichtem Fersenschmerz oder dessen Prävention gute Resultate erzielen. Viele Physiotherapeuten sind sogar selbst der Meinung, dass maßgeschneiderte Einlegesohlen nicht unbedingt besser sind als passende Einlagen aus Massenanfertigung, wie man aus diversen Internetblogs entnehmen kann.

Wenn aber eine strukturelle Fußfehlstellung vorliegt, ist es jedoch empfehlenswert, eine maßgerechte Einzelanfertigung zu erwerben.

Einlegesohlen aus maßgerechter Einzelanfertigung

hohlfuss pattfussFußfehlstellungen kommen regelmäßig vor. Fehlstellungen, die unter anderem Fersensporn verursachen, sind Plattfüße, Hohlfüße oder Überpronation (starkes Einknicken des Fußes nach innen). Die Fersenspornprobleme sind dabei eine Folge der stärkeren Zugkräfte auf der Sehnenplatte, die durch den Fußfehlstand bedingt sind. Eine maßgenaue Einlegesohle kann diese Zugkräfte größtenteils kompensieren.

Bei krankhaften Fußfehlstellungen sind Einlegesohlen aus Massenanfertigung nicht mehr ausreichend und muss auf jeden Fall eine maßgerechte Einzelanfertigung hergestellt werden. Einlegesohlen und Fersenkissen aus Massenanfertigungen sind eben nur eine Lösung für einfache Probleme; bei schweren Fußfehlstellungen können sie keine Abhilfe schaffen. Wenn also die Einlegesohlen keinen Effekt zeigen oder von vornherein deutlich ist, dass eine krankhafte Fußfehlstellung vorliegt, dann muss ein Fachmann professionelle Hilfestellung bieten, das heißt ein  Fußtherapeut oder Fußorthopäde aufgesucht werden.

Der Therapeut wird eine ausführliche Analyse der Laufhaltung und der auftretenden Druckverteilung unter dem Fuß machen. Manchmal geschieht das mit dem geschulten Auge, aber heutzutage verfügen Therapeuten oft auch über computergestützte Analysesysteme (dynamische Pedobarographie). Mit Hilfe eines Gipsabdrucks des Fußes können maßgerechte Sohlen angefertigt werden.

Die speziell angefertigten Sohlen sind oft dicker als die Sohlen in neuen Schuhen. Darum sollten Sie Ihre Einlegesohlen beim Kauf neuer Schuhe immer mitnehmen, da die Sohlen Einfluss auf die benötigte Schuhgröße haben.

Nachteile von Einlegesohlen

Einlegesohlen mit guter Qualität besitzen wenig Nachteile. Ab und zu wird dagegen plädiert, weil es den Fuß durch die gebotene Unterstützung „faul" mache und damit die Fußmuskeln nicht ausreichend trainiere. Sohlen sollten darum nur getragen werden, wenn es gute Gründe gibt. Gesunde Füße brauchen sie nicht.

Negative Effekte treten dagegen unvermeidlich bei schlechten Schuheinlagen auf. Und auch die gibt es leider noch genug. Beschwerden werden dann eher zunehmen. Darum sollte man bei der Suche nach einem Spezialisten sehr wachsam sein.