Fersensporn und Tapen

kinesiotape fuss

Die Behandlung von Fersensporn / Fasciitis plantaris  mit Tape ist noch ziemlich neu. Das Ziel dabei ist, den Fuß so zu tapen, dass sich die Sehnenplatte nicht zu weit dehnen kann und damit vermieden wird, dass der Sehnenansatz kontinuierlich gereizt wird. Man muss natürlich aufpassen, dass das Tape fachkundig angebracht wird, sonst erreicht man vielleicht das Gegenteil damit und verschlimmert gerade den Fersensporn. Außerdem muss man darauf achten, dass die Haut nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, indem man sie permanent in das Tape wickelt. Die Auswahl eines guten Tapes (z.B. ein bewährtes Sporttape) ist sicherlich auch sehr wichtig (auf keinen Fall z.B. Ducktape...). Tapen kann auf zwei Arten aufgetragen werden:

  • Kinesiologisches Tapen
  • Klassisches Tapen

Wir behandeln beide hier:

Medizinisches Tapen / Kinesiologisches Tapen

Neben der klassischen Variante von Tapen, bei der das feste Tape durch seine nicht vorhandene Dehnbarkeit eine eingeschränkte Beweglichkeit sichert, ist aus Japan um die Jahrtausendwende eine neue Methode zu uns gekommen, die mit elastischem Tape arbeitet; man spricht von medizinischem Tape oder Kinesiologietape. Es handelt sich um ein vollständig anderes Material und man sieht es viel bei Topsportlern, die mit dem Farbband auf ihren Gliedmaßen herumlaufen (das Foto oben auf der Seite ist ein Beispiel von Kinesiologietape).

Die Wirkung beruht auf einem anderen Prinzip; es geht um die Aktivierung der Muskulatur, die Stimulierung des entzündeten Gewebes und Förderung der Durchblutung und die Abfuhr von Abfallstoffen. Eine Diskussion über die Anwendung zur Behandlung von Fersensporn finden Sie auf der Webseite von Runners Meetingpoint. Mehr Informationen finden Sie auch auf Kintasio.de.

Beim Tapen von Fersensporn mit Kinesiologietape werden 4 Tapestreifen von 2 cm Breite und ungefähr 8 cm Länge unter Spannung kreuzweise über das Fersenbein geklebt. Bei Tape der breiten Version reichen meistens 2 Streifen, wobei der lange Streifen von der Wade bis zum Vorderfuß angebracht wird und der kürzere quer dazu. Als Beispiel zeigen wir hier auch ein Video des Tapefabrikanten, KT:

Klassisches Tapen

Der Zweck dieser Technik ist es, den Fuß so zu tapen, dass die Sehnenplatte nicht zu weit strecken kann. Dies verhindert, dass die Sehnenplattenbefestigung an der Ferse überlastet wird. Es muss darauf geachtet werden, dass das Band korrekt platziert wird, da sonst das Gegenteil erreicht werden kann und der Fersensporn sogar noch schlimmer werden kann. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass die Haut nicht durch dauerhaftes Umwickeln mit Klebeband beschädigt wird. Verwenden Sie ein gutes Sportband und experimentieren Sie nicht mit etwas wie Klebeband. Schlechtes Klebeband kann schnell Hautschäden verursachen, daher muss die Behandlung vorübergehend gestoppt werden.

Das Band wird aufgebracht, indem lange Bandstreifen in der Längsrichtung des Fußes abwechselnd mit Querstreifen aufgebracht werden, um das Band an Ort und Stelle zu halten. Die Technik ist eigentlich zu schwierig, um sich selbst anzuwenden, also lass dies von einem guten Physiotherapeuten gemacht werden.

Das englischsprachige Video von Sportsinjuryclinic.net bietet eine gute Anleitung, wie das Tape um den Fuß angebracht werden sollte:

 

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