Fersensporn und Stoßwellentherapie

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Stoßwellentherapie ist eine sehr erfolgreiche Behandlungsmethode bei hartnäckigen Sehnenverletzungen. Sie hat sich für viele Physiotherapeuten in den letzten Jahren zur Standardmethode bei der Behandlung von Fersensporn und von der Entzündung der Plantarsehne entwickelt. So werden z.B. oft auch Schulterbeschwerden oder ein Tennisellenbogen mit Stoßwellen behandelt. In Anlehnung an den englischen Begriff „Extracorporeal ShockWave Therapy" wird die Methode abgekürzt auch E.S.W.T. genannt.

Stoßwellentherapie arbeitet mit hochenergetischen Druckwellen, die Schallwellen ähnlich sind. Dabei wird der Schallkopf des Stoßwellengerätes an der Stelle des Fersensporns und unter der ganzen Sehnenplatte angesetzt und werden die Druckwellen in den entzündeten Bereich geschickt. Die energiereichen Wellen sollen das erkrankte Sehnengewebe reizen und die Durchblutung und den Zellstoffwechsel anregen, wodurch der Heilungsprozess stimuliert wird. Wenn die Behandlung anschlägt, verringert sich der Schmerz merklich. Dafür sollten nicht mehr als 4-6 Behandlungen erforderlich sein.

Eine Fersenspornbehandlung mit Stoßwellen kann sehr schmerzhaft sein. Ein starker Effekt der energetischen Druckwellen (hörbar an einem lauten Ticken) tritt verstärkt in den ersten Behandlungen auf. Die Intensität der Wellen kann jedoch an die Schmerzgrenze des Patienten angepasst werden. Meistens wird niedrig begonnen und die Stärke dann schrittweise erhöht, wenn die anfängliche Empfindlichkeit nachlässt. Schmerzreaktionen nach der Behandlung können unterschiedlich sein. Der größte Schmerz ist gleich nach der Behandlung weg, aber einige Patienten fühlen noch Stunden oder Tage leichte Nachwehen der Stoßwellenbehandlung.

Der beigefügte Filmausschnitt zeigt eine Stoßwellenbehandlung:

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Vor- und Nachteile

Eigentlich gibt es kaum Nachteiliges über die Methode zu berichten. Die Schmerzen während der Behandlung sind meistens erträglich und klingen danach schnell ab. Natürlich ist es ein Vorteil, dass es im Gegensatz zu Injektionen oder einer Operation kaum Risikos gibt und wenn die Behandlung anschlägt, folgt Genesung meist nach schon wenigen Anwendungen.

Trotzdem gibt es auch bei dieser Methode keine Erfolgsgarantie, obgleich der Erfolgsprozentsatz relativ hoch ist.