Fersensporn und Injektionen

injection

Bei dieser Behandlung wird mit einer Spritze Cortison (Corticosteroide) in die Ferse injiziert.  Cortison-Präparate sind eine künstlich hergestellte Variante von chemisch gleichartig gebauten Hormonen, wie sie in der Nebennierenrinde gebildet werden. Bei der körpereigenen Produktion spielt normalerweise Stress eine Rolle und sie haben eine entzündungshemmende Wirkung.

Cortison-Präparate (in ihrer künstlichen Form) werden vor allem bei der Behandlung von Sportverletzungen an Sehnen angewandt, unter anderem auch bei Fersensporn und Entzündungen der Achillessehne. Durch die in hoher Konzentration in den entzündeten Bereich gespritzten Cortison-Präparate klingen die Entzündungen oft ab.

Manchmal wird die positive Wirkung nur kurzfristig erzielt und müssen die Anwendungen bis zu maximal 4 Mal wiederholt werden.

Die Injektion kann sehr schmerzhaft sein, aber die heilende Wirkung von Fersensporn kann sehr schnell eintreten. Dafür ist es allerdings notwendig, den Fuß die ersten Tage nach der Injektion nicht schwer zu belasten. Die Cortison-Präparate schwächen nämlich auch das Sehnengewebe und eine zu große Belastung könnte dann zu Beschädigungen führen und den Fersensporn verschlimmern.

Von vielen wird eine Behandlung von Fersensporn mit Injektionen darum auch abgelehnt. Manchmal gibt es auch überhaupt keinen positiven Effekt oder ist die Wirkung nach einigen Monaten schon verpufft. Außerdem kann, wie erwähnt, das Sehnengewebe durch die Cortison-Präparate in Mitleidenschaft gezogen werden, vor allem bei längerer Anwendung. In Extremfällen kann die Sehne sogar abreißen. Darum wird von mehr als 2-3 Injektionen pro Fuß stark abgeraten.

Wenn allerdings andere Behandlungen des Fersensporn erfolglos waren, kann der Versuch mit Cortison-Präparaten vielleicht doch eine mögliche Alternative darstellen.

Dabei gibt es eine geringe Chance auf Nebenwirkungen, z.B. eine vorrübergehende Überempfindlichkeit im Bereich der Injektion oder Abwehrreaktionen des Körpers.

In jüngster Zeit gab es eine Veröffentlichung einer australischen Studie, die die positive Wirkung von Injektionen mit Dexamethason (ein Corticosteroid) zwar nachgewiesen hat, aber zum Schluss kam, dass die Wirkung nur kurzzeitig und meistens schon nach vier Wochen wieder verpufft war.