Fersensporn und GPS (PRP/ACP)

Ein ziemlich junger Therapieansatz für allerlei Sehnenbeschwerden ist GPS (Gravitational Platelet Separation). Hierfür werden auch die Begriffe PRP (Platelet Rich Plasma) oder ACP (Autologous Condintioned Plasma) verwendet. Bei diesem Verfahren werden die natürlichen Heilungsprozesse eines Gewebes mit Hilfe von körpereigenen, roten Blutkörperchen (Thrombozyten) beschleunigt. Die heilende Wirkung der Blutkörperchen wird zudem verstärkt, indem das aktivierte Blutkonzentrat direkt in das angegriffene Gewebe gebracht wird.

Auch bei Fersensporn und Fasciitis plantaris wird dieses Verfahren schon regelmäßig angewandt. Die Behandlung erfolgt hauptsächlich in einem Krankenhaus oder einer spezialisierten orthopädischen Klinik.

Die Therapie wird meistens als ambulante Tagesbehandlung ausgeführt. Am Anfang wird dem Patienten ganz normal Blut abgenommen, meist aus dem Arm. In einer Zentrifuge werden die roten Blutkörperchen vom Blutplasma getrennt, womit dann ein Gel mit hoher Konzentration an roten Blutkörperchen produziert wird. Dieses Gel wird daraufhin in die Ferse gespritzt, was ziemlich schmerzhaft sein kann.

Nach dem Eingriff sollte die Belastung der Ferse für einige Tage vermieden werden. Empfohlen wird, in dieser Zeit mit Krücken zu laufen oder vielleicht sogar einen Rollstuhl zu benutzen. Um die Rehabilitation zu fördern, kann man nach ein paar Tagen mit einfachen Dehn- und Kraftübungen starten.